Konzeption

In Stadt und Landkreis Regensburg leben mehrere tausend geflüchtete Menschen in Erstaufnahmeeinrichtung, Gemeinschaftsunterkünften oder Transitzentrum. Das Leben und Wohnen in diesen Unterkünften ist von außen kaum einsehbar und bildet einen sowohl sozial als auch geografisch weitgehend isolierten Raum, der viele Fragen aufwirft: Wie lebt es sich dort? Wie sieht es in den Unterkünften aus? Wie gehen die Menschen mit den schwierigen Raumverhältnissen, Fremdbestimmung und dem Zwang zur gemeinschaftlichen Nutzung von Sanitäranlagen und Küchen um? Welche Rolle spielt die Kultur der alten Heimat? Und vor allem: Wie gestaltet sich die Suche auf einem angespannten Wohnungsmarkt?

 

 

15 Studierende des Studiengangs Vergleichende Kulturwissenschaft der Universität Regensburg haben deshalb im Rahmen des Projektseminares "Wohnpraxen im Kontext von Flucht und Migration" (WS 2017/18) mit Geflüchteten gesprochen und sie in ihren Wohnräumen besucht. Die InterviewparterInnen zeigten sich dabei gesprächsbereit, offen und gastfreundlich. Ebenso standen die StudentenInnen in Kontakt mit UnterkunftsleiterInnen, MitarbeiterInnen von Institutionen sowie ehrenamtlichen HelferInnen. Die Ergebnisse aus Interviews und Teilnehmenden Beobachtungen werden auf insgesamt acht Stelen dargestellt. Sie sind thematisch-farblich den drei Blöcken Flüchten- Warten- Wohnen zugeordnet.